Apex Scores Lite Apex Scores Lite flag
back Zurück
HBL: THW Kiel geht als Tabellenführer in die Länderspielpause

Der THW Kiel hat am Samstag in der Handball-Bundesliga den fünften Erfolg in Serie gefeiert und den Druck auf den Erzrivalen SG Flensburg-Handewitt erhöht. Die "Zebras" bezwangen den TVB Stuttgart höchst souverän mit 33:22 (17:12).

Die Mannschaft von Trainer Börge Lund war nur in der Anfangsphase nicht sortiert und ließ den Gegner aus Stuttgart mitspielen. Schon die erste Führung nach neun Minuten gab der THW jedoch nicht mehr aus der Hand. In der zweiten Halbzeit ließen die Kieler den Gästen dann keine Chance. Bester Werfer bei den Norddeutschen war Lukas Zerbe mit sechs Treffern.

Nach der ersten Saisonniederlage des Erzrivalen aus Flensburg am vergangenen Sonntag sicherte sich der THW durch seinen insgesamt zehnten Sieg in dieser Saison zumindest bis Mitte November die Tabellenführung. Nach der Länderspielpause geht es für das Lund-Team dann im DHB-Pokal beim TBV Lemgo Lippe weiter (11.11., 19 Uhr), ehe bei den Füchsen Berlin auch in der Liga ein Auswärtsspiel ansteht (14.11., 15:55 Uhr, beide im NDR Livecenter).

THW Kiel startet unsortiert

Die Bilanz sprach auch abseits des bisherigen Saisonverlaufs für den THW. Von 23 Duellen konnten die Norddeutschen 22 gewinnen - ausgerechnet das letzte Aufeinandertreffen beider Clubs im März ging allerdings verloren.

Und das 24. Duell startete überraschend munter: Nach nur vier Minuten stand es bereits 4:4. Auch die Gäste hatten wenig Mühe, in der Ostseehalle zu Toren zu kommen - defensiv bekam der THW zu Beginn keinen Zugriff. Bis zum ersten Fehlwurf des Spiels dauerte es ganze fünf Minuten: Kiels Elias Ellefsen a Skipagötu fand schließlich in TVB-Keeper Mohamed El-Tayar seinen Meister. Trotzdem konnten die Hausherren nach einem gehaltenen Siebenmeter von Gonzalo Perez de Vargas in der 9. Spielminute erstmals in Führung gehen (7:6).

Auf Torflut folgt Torflaute

Und diese Führung hielt - auch, weil den Schwaben zwischen der 7. und 13. Spielminute nur ein Treffer gelang. Der THW hatte sich nun defensiv auf die Gäste eingestellt und zog mit 10:7 etwas davon (12.), ließ aber danach mehr und mehr die Präzision vermissen. Bis zur 23. Minute erzielten die "Zebras" nur zwei Tore weitere Tore, aber auch dem TVB gelang offensiv nahezu gar nichts mehr. Auf die Torflut folgte hier die Torflaute. Mit einem Last-Second-Treffer von Vincent Büchner zum 17:12 ging es in die Kabinen.

THW Kiel - TVB Stuttgart 33:22 (17:12) Pfeil runter

Tore THW Kiel: Zerbe 6/5, Büchner 5, Johansson 5, Makuc 4, Faust 3, Reinkind 3, R. Dahmke 2, Ankermann 1, E. Ellefsen a Skipagötu 1, Madsen 1, Nacinovic 1, Pekeler 1
TVB Stuttgart: S. Mengon 6, Ahouansou 4, Darmoul 3/1, K. Häfner 2/1, M. Häfner 2, Lien 2, Sanz De Nicolas 2, Zieker 1
Zuschauer: 10.013

TVB nach der Pause chancenlos

Stuttgart wechselte zur Pause den Torhüter und brachte Mateusz Kornecki, nachdem El-Tayar in Hälfte eins nur drei Paraden zeigen konnte. Und auch offensiv mussten sich die Gäste steigern, lag die Wurfquote im ersten Abschnitt bei nur 57 Prozent. Allerdings: Das taten sie nicht - vor allem, weil sie immer wieder an Kiels Perez de Vargas scheiterten, der mit insgesamt 15 Paraden seine beste Saisonleistung zeigte. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff war der THW hier auf acht Tore davongezogen (24:16, 40.). Und diese Führung hielt die Lund-Truppe Mitte der zweiten Hälfte souverän.

Früh zeichnete sich in der Ostseehalle demnach ein ungefährdeter Sieg für die Hausherren ab. Acht Minuten vor dem Ende stellte der frisch in die Partie gekommene Jarnes Faust sogar auf plus zehn (30:20, 52.). Und Faust war es auch, der den Schlusspunkt setzte: Wenige Sekunden vor der Sirene traf der Youngster zum 33:22-Endstand.

Dieses Thema im Programm: NDR.de | THW Kiel schlägt den TVB Stuttgart | 31.10.2026 | 20:50 Uhr

Könnte Ihnen gefallen

22:33 in Kiel: Erste Schlappe für den TVB – Trainer Misha Kaufmann ist bedient

Zeitungsverlag Waiblingen vor 4 Stunden