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SGE stellt sich neu auf: Rode rückt näher ans Eintracht-Team

Axel Hellmann verteilt die Aufgaben bei Eintracht Frankfurt neu: Timmo Hardung erhält mehr Verantwortung. Auch Ex-Kapitän Sebastian Rode übernimmt eine neue Rolle.

Peppi Schmitt

Frankfurt. „Ich entscheide lieber Dinge schneller, als sie liegen zu lassen.“ Das hat Axel Hellmann (55) zwei Tage nach der Mitgliederversammlung der Frankfurter Eintracht in der letzten Woche gesagt. Und der zum Vorstandsvorsitzenden aufgestiegene Hellmann hält sich daran. Bei der Eintracht geht es in diesen Tagen auch abseits des Rasens ruckzuck. Zunächst hatte Hellmann viele Gespräche geführt, er habe „zugehört und sich ein Bild gemacht“. Und nun hat er erste Entscheidungen rund um die Bundesligamannschaft getroffen.

Danach wird Sportdirektor Timmo Hardung (36) zwar zusätzliche Aufgaben abseits der Mannschaft übernehmen, aber dafür wegrücken vom Team. Seine Aufgabe im direkten Umfeld der Mannschaft wird der ehemalige Kapitän Sebastian Rode (36) übernehmen. „Wir wollen in der aktuellen Phase bis zur Aufnahme der Tätigkeit eines neuen Sportvorstands die Verantwortlichkeiten bündeln und die Effizienz der Arbeit in den einzelnen Bereichen erhöhen“, sagt Hellmann, „Timmo Hardung hat bis auf Weiteres den Auftrag, alle sportlichen Einheiten im Männerfußball zu führen. Die Ausweitung seiner Verantwortlichkeiten macht es erforderlich, die Schwerpunkte seiner Arbeit von der Mannschaft hin zu den strategischen und organisatorischen Einheiten zu verlagern.“

Als hoch angesehener Spieler bringt er mit seiner Erfahrung, seiner Persönlichkeit und seiner engen Verbundenheit mit der Eintracht wertvolle Voraussetzungen mit.

AH

Axel Hellmann über Sebastian Rode

Hardung wird sich zukünftig in erster Linie um organisatorische Dinge wie u.a. die medizinische Betreuung und das Nachwuchsleistungszentrum kümmern. „Ich bin Team Eintracht, habe mich klar committet“, hat Hardung deutlich gemacht, dass er auch nach sechs Jahren weiter gerne für die Eintracht arbeiten will. Seine Aufgabe bei der Mannschaft wird Seppl Rode übernehmen, vielleicht sogar auf der Bank sitzen. „Als hoch angesehener Spieler bringt er mit seiner Erfahrung, seiner Persönlichkeit und seiner engen Verbundenheit mit der Eintracht wertvolle Voraussetzungen mit“, begründet Hellmann die Beförderung Rodes, der ja von 2019 bis 2021 auch unter Adi Hütter (56) gespielt hat. Im Rahmen seines Trainee-Programms könne Rode seine Perspektive einbringen und zugleich weitere Erfahrungen in der sportlichen Organisation sammeln, erklärte der Eintracht-CEO.

Eintracht Frankfurt führt Gespräche mit Chatzialexiou

Auch die Nachfolge von Sportvorstand Markus Krösche (46) ist auf dem Weg. Christoph Spycher, auch ein ehemaliger Kapitän der Eintracht und einer der Favoriten, wird es nicht. Der 48 Jahre alte Schweizer kündigte zwar just am Donnerstag seinen Abschied von den Young Boys Bern an, aber erst für den Sommer 2027. Doch so lange kann und will die Eintracht nicht warten. Nun konzentriert sich alles auf Joti Chatzialexiou, aktuell Sportchef beim 1. FC Nürnberg. Der 50‑Jährige, in Frankfurt geboren, soll bereits erste Gespräche mit Eintracht-Aufsichtsratschef Mathias Beck geführt haben. Die Frankfurter werden für den Deutsch-Griechen eine Ablösesumme im geringen einstelligen Millionen-Euro-Bereich zahlen müssen. Der Kicker berichtet gar, Chatzialexiou habe eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2027 laufenden Vertrag. Leisten kann sich die Eintracht den Nürnberger, der unter anderem beim DFB seine Karriere angeschoben hat, auf jeden Fall. Zumal sie auch den Eingang einer Ablösesumme in höherem Bereich für Markus Krösche erwartet, sollte der tatsächlich alsbald zur AC Mailand wechseln. Mit einer Einigung zwischen der Eintracht und Chatzialexiou ist in Kürze zu rechnen.

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