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Im April 2017 wird Marc Bartra als einziger Spieler beim Anschlag auf den Mannschaftsbus vom BVB verletzt. Am Mittwoch kehrt der Spanier mit Betis Sevilla in der Königsklasse nach Dortmund zurück.
Dortmund – Für Marc Bartra wird die Rückkehr zu Borussia Dortmund zu einem besonderen Wiedersehen. Am Mittwochabend (21 Uhr/DAZN) trifft der 35-jährige Spanier mit Betis Sevilla in der Champions League auf seinen ehemaligen Verein. Dort erlebte er zwischen 2016 und 2018 eine prägende Zeit, die vor allem durch den Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus im April 2017 überschattet wurde. Nun kehrt Bartra als Gegner zurück – und wird von seinem früheren Verein mit offenen Armen empfangen.
Besonders BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke freut sich auf den ehemaligen Verteidiger. „Er ist ein ganz feiner Mensch. Wir freuen uns alle auf das Wiedersehen!“, sagte der 67-Jährige gegenüber dem SID. Einen kleinen Wunsch richtete Watzke ebenfalls an den Spanier: „Nur seine Kopfballtore soll Marc lieber gegen andere Gegner machen.“ Die Bemerkung hat einen aktuellen Hintergrund: Erst am vergangenen Wochenende hatte Bartra beim 2:1-Sieg gegen den FC Malaga per Kopf getroffen.
Der Verein aus Sevilla steht in der spanischen La Liga auf dem vierten Tabellenplatz und ist auf dem Kurs, sich erneut für die Champions League zu qualifizieren. Auch in der Königsklasse blicken die Andalusier auf einen hervorragenden Start zurück. Die Mannschaft von Trainerroutinier Manuel Pellegrini gewann in der Ligaphase bisher alle drei Spiele gegen OSC Lille, FC Porto und Feyenoord Rotterdam.
„Sie sind eine sehr gute Mannschaft. Wenn man in Spanien unter die ersten vier kommt, kann man schon etwas“, sagte BVB-Trainer Niko Kovac. „Wir werden morgen einen Gegner erwarten, der nicht nur drei Spiele gewonnen hat, sondern eine Mannschaft, die sehr spielstark ist. Eine Mannschaft, die typisch spanisch spielt, sehr viel Ballbesitz haben möchte, den Ball sehr viel zirkulieren lässt. Aber auch eine Mannschaft, die schnell und gut umschalten kann.“
Und die Dortmunder? Nach dem starken Auftritt beim 2:2 im Bundesliga-Spitzenspiel beim FC Bayern München geht es für die Schwarz-Gelben im vollgepackten Spielkalender mit neun Pflichtspielen in weniger als einem Monat direkt weiter. Mit dem späten Ausgleich in München und dem Last-Minute-Siegtreffer im DFB-Pokal gegen Werder Bremen zeigten sich die Dortmunder zuletzt widerstandsfähig.
„So wie ich die Mannschaft wahrnehme, wie ich mich selbst fühle, muss ich sagen, sind wir alle athletisch auf einem sehr guten Level. Wir fühlen uns gut und sind ready, alle paar Tage zu performen“, sagte BVB-Torwart Gregor Kobel. In der Champions League steht Dortmund mit zwei Siegen und einer Niederlage mit sechs Punkten da. Im Heimspiel gegen Betis gilt es, den Anschluss an die Top-Acht in der Tabelle der Königsklasse zu wahren, um sich direkt für das Achtelfinale zu qualifizieren.
An den vergangenen Spieltagen waren die Dortmunder mit den Fernreisen an den Polarkreis zu FK Bodø/Glimt und nach Aserbaidschan zu Sabah FK in weiter Ferne gefragt. Ihr bisher einziges Heimspiel in der Gruppenphase der Champions League in dieser Saison konnten die Schwarz-Gelben gewinnen. Gegen den FC Villareal erkämpften sich die Dortmunder Anfang September einen 3:2-Heimsieg.
Zuletzt überraschte der BVB beim FC Bayern mit einer taktischen Umstellung auf eine Viererkette. Ob es in der Königsklasse die Rückkehr zu drei Innenverteidigern gibt, ließ Trainer Kovac vor der Partie gegen Betis offen. „Es ist jetzt nicht in Stein gemeißelt, dass wir das immer machen werden“, sagte Kovac zur Viererkette in München. „Aber es ist auch nicht in Stein gemeißelt, dass wir es nicht wieder so probieren werden. Es geht um Flexibilität.“ dpa