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BVB nach SGS-Spiel: „Ist nicht so gelaufen, wie wir es erwartet haben“
BVB-Kapitänin Alexandra Popp liegt erleichtert am Boden.© BVB | Lena Hehemann

„Im Endeffekt zählen tatsächlich nur die drei Punkte“, gestand BVB-Coach Markus Högner am späten Sonntagnachmittag sichtlich erleichtert. „Wenn wir das gesamte Spiel betrachten, war es eine sehr wilde Partie.“ Gegen die, nur auf Rang 13 rangierende, U21 der SGS Essen hatten die Fußballerinnen von Borussia Dortmund da gerade einen knappen 1:0-Erfolg über die Zeit gebracht – und über weite Strecken die sonst so gewohnte Dominanz vermissen lassen. Daher meinte auch Defensivspielerin Lena Ostermeier nach der Partie: „Heute ist das Spiel nicht so gelaufen, wie wir es erwartet haben.“

Umkämpftes Spiel: Lena Ostermeier vom BVB im Zweikampf mit Essens Helen Börner.

BVB: „Hatten nie wirklich die Kontrolle“

Dabei hatte man sich beim BVB vorab eigentlich akribisch auf die Essener Spielweise vorbereitet. „Wir wussten, dass Essen einen spielerischen Ansatz verfolgt“, erklärte Högner, „und auch dafür gibt es Lösungen: Dann musst du im Grunde genommen schneller nach vorne spielen. Du hast immer die Möglichkeit, mit einem Chipball über die Kette und unserem Tempo über außen zum Erfolg zu kommen. Aber das haben wir irgendwie nicht geschafft.“ Das habe mehrere Gründe. „Essen hat es echt stark gemacht, aber wir hatten heute auch keinen guten Tag – das müssen wir uns ehrlich eingestehen“, so Ostermeier.

In die Zange genommen: Sara Ito vom BVB bekommt es gleich mit zwei Essenerinnen zu tun.© BVB | Lena Hehemann

„Wir haben einfach keine guten Entscheidungen getroffen“, führte Högner weiter aus. „Wir haben den Ball oft in den Druck gespielt – das will der Gegner ja, die haben ein starkes Umschaltspiel –, hatten unnötige Ballverluste beziehungsweise haben Pässe gespielt, die man einfach nicht spielen muss, und waren insgesamt zu unruhig. Im Grunde genommen hatten wir nie die Kontrolle über das Spiel, die wir in den vergangenen Wochen eigentlich immer hatten, und haben den Gegner so letztendlich auch stark gemacht.“

Nach überstandener Verletzung zurück in Schwarz-Gelb: BVB-Spielerin Marina Scholz.

So entwickelte sich phasenweise ein offener Schlagabtausch, den man aus Dortmunder Spielen in dieser Saison bislang noch nicht kannte. Bei aller Unzufriedenheit über die eigene „Fahrigkeit“, die genau das zuließ, wollte der 59-Jährige aber auch „ein Kompliment an den Gegner“ aussprechen. „Die Mädels haben es wirklich gut gemacht. Sie waren sehr diszipliniert, haben gut verteidigt und wollten auch nach vorne spielen“, lobte der 59-Jährige den SGS-Nachwuchs und ergänzte: „Ich glaube, so viele Torchancen beziehungsweise Torschüsse wie heute haben wir in der gesamten Saison bisher noch nicht zugelassen.“