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Leclerc trauert Mexiko-Pole nach: "Kann nur auf mich selbst wütend sein"

Nach dem Qualifying zum Großen Preis von Mexiko erklärt Charles Leclerc, wieso er die Poleposition trotz vielversprechender Form nicht einfahren konnte

Leclerc trauert Mexiko-Pole nach: "Kann nur auf mich selbst wütend sein"

Beim Großen Preis von Mexiko wird Charles Leclerc als Dritter an den Start gehen. Doch während Teamkollege Lewis Hamilton seinen Ferrari auf die Poleposition stellen konnte, ärgert sich "Il Predestinato" zutiefst über sein Ergebnis in Q3. Auf die Bestzeit hat am Ende knapp eine Zehntelsekunde gefehlt.

Im ersten Schuss von Q3 hatte Leclerc noch die schnellste Zeit gesetzt. Sage und schreibe vier Zehntelsekunden lagen zeitweise zwischen ihm und seinem Teamkollegen. Aber während Hamilton oder Mercedes-Fahrer George Russell sich signifikant steigern konnten, fiel Leclerc am Ende auf den dritten Rang zurück.

Welches Problem hatte Leclerc in Q3?

"Ich habe da einfach keinen guten Job abgeliefert", gesteht der Monegasse nach der Session. "Auf den Outlaps war es schwierig, die Reifen in das richtige Temperaturfenster zu bekommen. Damit haben wir die größten Probleme, auch im zweiten Run in Q3."

"Ich hatte eigentlich eine saubere Outlap, aber das Auto hat sich anders angefühlt als vorher. Ich habe genau dann, als es nötig gewesen wäre, nicht abgeliefert. Daher bin ich etwas enttäuscht, aber von Position drei zu starten ist trotzdem nicht allzu schlecht."

Leclerc betont, wie sehr er mit dem Auto im zweiten Run zu kämpfen hatte. Nach Entschuldigungen sucht der Ferrari-Pilot dennoch nicht und erklärt: "Ich glaube, das ist hier für uns alle dasselbe. Mit der mangelnden Downforce hast du hier so wenig Grip, dass du mit dem Auto wirklich kämpfen musst."

Zwar hat man bei Ferrari im Lauf der Saison des Öfteren über das Aufwärmen der Reifen im Qualifying geklagt, doch stehen die Chancen für die Scuderia in Mexiko nicht allzu schlecht.

Nicht nur die Poleposition des siebenmaligen Weltmeisters oder die Pace des Monegassen sprechen in Mexiko für den SF-26. Auch in der Longrun-Performance am Freitag war Ferrari nicht besonders weit von der Spitze entfernt.

Folglich zeigt sich auch Leclerc optimistisch und erklärt: "Das Auto hat sich von FT1 an gut angefühlt. Wir haben also die Rennpace, aber ich weiß nicht, ob man morgen wirklich überholen kann."

Überholen in Mexiko unmöglich?

"Ich habe das in FT2 versucht", so Leclerc, "und es ist wirklich schwierig, denn der Overtake-Modus hilft dir da kaum. Vermutlich wird es beim Klassement nach der dritten Kurve bleiben. Danach ist das Überholen sehr schwierig."

Umso mehr dürfte sich Leclerc über Platz drei im Qualifying ärgern. Nicht ohne Grund betont der 28-Jährige an anderer Stelle nach der Session: "Ich kann nur auf mich selbst wütend sein."

Dafür hat Ferrari aufgrund der besonderen Umstände in Mexiko-Stadt nicht mit der altbekannten Topspeed-Schwäche zu kämpfen. Schließlich haben die Teams auf dem höchstgelegenen Kurs der Saison mit der ungewöhnlich geringen Luftdichte zu hadern, wodurch die Motoren und Turbolader stark beansprucht werden.

Um den notwendigen Ladedruck und Luftstrom zu erreichen, damit die eigene Power-Unit das Potenzial voll ausschöpfen kann, muss der Turbolader sich in einer erheblich schnelleren Geschwindigkeit drehen.

Russell hatte den vergleichsweise kleinen Turbolader des Teams aus Maranello in diesem Zusammenhang schon vor dem Wochenende als entscheidenden Faktor ausgemacht.

Des Weiteren kommt Ferrari sein gutes Chassis zugute. Wo andere Teams mit den rutschigen Bedingungen in Mexiko straucheln, kann die Scuderia ihre Stärken herausragend ausspielen. Ob das reichen wird, um den Großen Preis von Mexiko zu gewinnen, ist eine andere Frage.

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