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Vor dem Spiel in Paderborn plagen den HSV neue Sorgen: Mit Nicolás Capaldo droht der Ausfall eines weiteren Stammspielers. Der Wettlauf mit der Zeit läuft.
Aktuell vergeht im Volkspark keine Woche ohne neue Personalsorgen. Vor dem Kraftakt mit drei Partien binnen acht Tagen muss HSV-Trainer Merlin Polzin um zwei Profis bangen. Nicolás Capaldo und Jordan Torunarigha sind für die Partie am Samstag in Paderborn (15.30 Uhr, Liveticker auf mopo.de) fraglich. Vor allem der Ausfall des kampfstarken Argentiniers würde den HSV in neue Nöte stürzen. Immerhin: Drei andere Profis meldeten sich in dieser Woche wieder zurück.
Nachdem Capaldo und Torunarigha am Donnerstag mit dem Training aussetzen mussten, wird der Freitag für das Duo zum Tag der Entscheidung. Sollten sie beim Abschlusstraining dabei ein, steht der Nominierung für den Paderborn-Kader nichts im Wege. Andernfalls aber wird Polzin die Planstellen wohl anderweitig vergeben müssen.
Capaldo habe bereits am Mittwoch kurz vorm Ende des Trainings etwas gespürt, Torunarigha folgte dann am Donnerstag, zu Beginn der nächsten Einheit. „Es wäre völlig unnötig, ein Risiko einzugehen“, erklärte Polzin. „Aber in dieser Phase ist es nicht ungewöhnlich, dass der eine oder andere mal etwas spürt.“ Nun blicken alle auf den Freitag.
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Klar ist: Sollte Capaldo fehlen, muss Polzin seine Stammformation abermals umbauen. Den rechten Part der Dreier-Abwehrkette würde dann Shafiq Nandja einnehmen. Gut für Polzin: Das 19 Jahre alte Eigengewächs sammelte gerade erst am Mittwoch Spielpraxis und testete mit anderen HSV-Talenten in der neuen „Bundesliga Talent Series“ gegen den VfL Wolfsburg (2:3). Torunarigha hingegen war bei den Profis zuletzt Backup für Warmed Omari und saß ohnehin nur auf der Bank.
Zwei Fragezeichen – aber auch drei Lichtblicke. Mit Albert Sambi Lokonga, Patson Daka und Bakery Jatta stiegen drei HSV-Profis im Laufe der Woche wieder voll ein und werden damit zu Kader-Alternativen. Sambi Lokonga wäre sogar eine Option für die Startelf.
Noch steht nicht fest, ob Polzin den im Normalfall als Führungsspieler gesetzten, aber zuletzt unter muskulären Problemen leidenden Belgier von Beginn an aufbieten wird – zumal in der kommenden Woche mit dem Doppelpack gegen Eintracht Frankfurt Strapazen auf den HSV zukommen. Am Dienstag (18 Uhr) empfangen Polzins Profis die Hessen im DFB-Pokal, fünf Tage später steht der Auswärtsritt in der Bundesliga an (1. November).
Die Tendenz geht eher dahin, in Paderborn weiter auf Miro Muheim, Bilal Nadir und Martin Adeline als Dreier-Block im Mittelfeld zu setzen. Entsprechend müsste sich neben Sambi Lokonga auch Albert Grønbæk, der zuletzt gegen Stuttgart eingewechselt wurde und am Siegtor beteiligt war, erstmal gedulden.
Wie wichtig die Joker zuletzt waren, erfuhren die Hamburger bei ihren Siegen in Hoffenheim (3:2) und gegen den VfB (1:0). Auch deshalb sagt Polzin: „Es ist ein sehr besonderes Gefühl, wenn alle im Verein und in der Mannschaft wissen, dass die, die eingewechselt werden, nochmal für neue Impulse sorgen und neue Energie bringen.“