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Krahl vernagelt FCK-Tor: Kaiserslautern bringt Nürnberg zu Fall

Hohes Tempo, viele Chancen, starke Paraden - das Topspiel hatte viel zu bieten. Yardimci lieferte den einzigen Treffer, in einem Spiel, das mehr Tore verdient gehabt hätte. Aber insbesondere FCK-Keeper Krahl verhinderte das.

Der 1. FC Kaiserslautern hat den bis dato ungeschlagenen Nürnbergern die erste Niederlage zugefügt und 1:0 (0:0) gewonnen. Nach zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten, traf Erencan Yardimci (58.) zur 1:0-Führung in einer intensiven Partie. Die Lauterer schließen damit punktemäßig zum FCN auf, die weiterhin auf Platz zwei der Tabelle stehen.

"Es war ein unfassbar schöner Sieg, ein unfassbar gutes Spiel", freute sich Julian Krahl nach dem Spiel über die drei Punkte. FCN-Trainer Miroslav Klose analysierte: "Ich glaube, dass die Chancen da waren, um das Spiel zu gewinnen. Ich glaube, insgesamt waren es 31 Torschüsse. Das ist schon genug um zumindest einen Treffer zu machen, aber kein Vorwurf die Jungs, die haben ihr Herz auf dem Platz gelassen."

Kaiserslautern startet dominant

Die Anfangsphase gehörte eindeutig den Gästen aus Kaiserslautern. Der FCK war die deutlich präsentere, aktivere Mannschaft, die sofort Druck auf die Nürnbergrer ausübte und viele Zweikämpfe für sich entschied. Gleich drei gute Torchancen erarbeitete sich der FCK durch Ibrahim Kanaté und Mario Sauer in der ersten Viertelstunde, während Nürnberg erstmal nicht so richtig in die Offensive kam.

Kräfteverhältnis kippt

Erst nach knapp zwanzig Minuten fand Nürnberg mit einer Großchance quasi aus dem Nichts zu ihrem Spiel. Rayan Ghriebs Flanke erreichte Porstner, dessen Kopfball am Lattenkreuz hängen blieb. Nürnberg agierte nun wacher und setzte mit einer zweiten Torchance - wieder durch Ghrieb - gleich nach. Doch eine Flugparade von Julian Krahl verhinderte das Tor.

Kaiserslauterns Torhüter Julian Krahl (3. v. r.) bei einer seiner zahlreichen Paraden

Krahl hatte jede Menge zu tun im Kasten der Lauterer. Er der Grund, warum diese erste dynamische und unterhaltsame Halbzeit torlos blieb. Denn auch kurz vor Pausenpfiff zeichnete sich der FCK-Keeper wieder mit einer starken Parade aus. Den präzisen Schuss von Ghrieb ins Toreck in der Nachspielzeit vereitelte er erneut souverän.

Weiter mit viel Tempo

Auch mit Wiederanpfiff mangelt es nicht an sehenswerten Torchancen. Erst setzte Nürnbergs Piet Scobel den Schuss rechts am Tor vorbei, dann traf Thierry Tazemeta im Konter nur den Pfosten. Die Teams ließen sich keine Verschnaufpause. Insbesondere nicht für Krahl, der in der 54. Minute die nächste Großchance verhinderte. Scobel kam frei vorm Kasten zum Schuss, doch Krahl parierte in Manier eines Handball-Torwarts mit den Fuß.

Yardimci verwandelt und verletzt sich

Nach zahlreichen Abschlüssen und Torchancen zappelte der Ball in der 58. Minute dann endlich im Netz. Die Glücklichen: Der 1. FC Kaiserslautern. Nach einem geklärten Freistoß landete der Ball am Strafraumeck am Fuß von Sauer, der den Ball in den Strafraum gab, wo Erencan Yardimci hochstieg und elegant entgegen der Laufrichtung von Torhüter Jan Reichert in die linke Ecke köpfte.

Der Torschütze stand aber nur kurz auf dem Platz. 21 Minuten nach seiner Einwechslung und neun Minuten nach seinem Tor musste Yardimci schon wieder runter vom Platz. Der Grund: Eine Verletzung an der Achillessehne.

Krahl überragend

Das Team von Trainer Miro Klose war nun unter Druck. Die Intensität blieb weiterhin hoch, beide Teams erarbeiteten sich weiterhin Torchancen. Aber rein ging der Ball nicht mehr. Das lag nicht zuletzt and den gut aufgelegten Torhütern, allen voran Krahl, der eine überragende Partie ablieferte und dafür sorgte, dass der FCK eine weiße Weste behielt. Zehn Paraden sammelte er an diesem Abend und war einer der Hauptgründe für den 1:0-Sieg der Lauterer im Topspiel gegen Nürnberg.

"Ich versuche meine Leistung zu bringen. Ich habe Spaß daran, Bälle zu halten - definitiv. Aber es geht nur als Team. Wir als Team haben keinen Bock, ein Gegentor zu bekommen", sagte Krahl zu seiner Leistung.

Nürnberg bei St. Pauli, Lautern gegen Hertha

Nürnberg ist am Sonntagmittag beim FC St. Pauli zu Gast (13.30 Uhr). Kaiserslautern empfängt am Samstagmittag Hertha BSC (13 Uhr).

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