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Leverkusen · Die Leverkusener Basketballer gewinnen zum sechsten Mal in Serie in der ProB und überzeugen dabei erstmals in dieser Saison mit ihren Distanzwürfen. Das 93:78 bei den Dragons Rhöndorf gerät beinahe zur Formsache.
Seit Wochen stellen die Bayer Giants ihre defensiven Qualitäten unter Beweis und gewinnen vor allem deshalb ihre ProB-Spiele. Bei den Dragons Rhöndorf knüpften die Basketballer von Trainer Mike Koch daran an, steigerten sich aber erstmals auch offensiv deutlich. Die Mannschaft versenkte 16 von 36 Drei-Punkte-Versuchen, was einer Ausbeute von 44 Prozent entspricht und gleichzeitig Saison-Bestwert ist. So gelang ein klarer 93:78-Auswärtssieg gegen die Dragons Rhöndorf.
Zum Derby nach Bad Honnef hatte sich eine stattliche Anzahl Leverkusener Fans auf den Weg gemacht. Rund 100 Anhänger dürften es gewesen sein, die mit mehr als 400 Heimfans für eine stimmungsvolle Kulisse sorgten. „Für ein ProB-Spiel war das eine tolle Atmosphäre“, betonte Mike Koch. „Es hat richtig Spaß gemacht, wie sich die Fans gegenseitig beflügelt haben. Wir haben das auf dem Feld auch angenommen und sind gleich gut gestartet.“
David Gerhard versenkte seinen ersten von fünf Dreiern zum 7:4. Die Giants blickten nicht mehr zurück und gaben die Führung kein einziges Mal mehr ab. Aber die Hausherren kamen noch zweimal nah ran. Ende des ersten Viertels verkürzten sie auf 21:24. Finn Fleute antwortete mit einem Distanzwurf. Nach weiteren Dreiern von Branden Maughmer und Gerhard lagen die Gäste wieder mit zehn Punkten vorne.
Brenzlig wurde es dann um die Halbzeitpause herum. Mit einem 45:41-Vorsprung gingen die Leverkusener in die Kabine, unmittelbar nach Wiederbeginn verkürzte Kenan Reinhart auf 44:45 aus Sicht der Gastgeber. Gerhard fackelte mit viel Selbstbewusstsein nicht lange und antwortete direkt mit dem nächsten erfolgreichen Dreier. Auf der anderen Seite des Feldes sicherte er sich einen Rebound, bediente ein paar Sekunden später Luca Kahl-Hansen, der ebenfalls für drei Zähler versenkte. Spätestens nach Maughmers Zweier und einem weiteren weiten Wurf Kahl-Hansens waren die Weichen endgültig gestellt.
Die Giants kratzten zwischendurch sogar an einem 20-Punkte-Vorsprung und konnten die Partie mit ihren Fans entsprechend genießen. „Wir haben den Ball wirklich richtig gut bewegt, die freien Spieler gefunden und dann auch hochprozentig getroffen“, lobte Mike Koch. „So haben wir die Rhöndorfer in ihre Schranken verwiesen. Defensiv war es solide, wobei wir in ein paar Situationen sicher auch noch etwas cleverer hätten agieren können.“ Das war allerdings Kritik auf hohem Niveau.
Neben Gerhard zeigte auch US-Import Maughmer eine sehr starke Partie. „Er kann Verantwortung übernehmen, wenn er es muss, aber er neigt nicht dazu, das zwanghaft zu tun“, sagte Koch. „Für uns ist er damit ideal, weil er immer erkennt, was gerade in der Mannschaft fehlt. In Rhöndorf hat er mit seinen Punkten allen das Leben etwas einfacher gemacht.“ Begeistert zeigte sich der Coach auch von Kahl-Hansen, der „in der Defensive hervorragend geackert“ habe. „Insgesamt war das eine sehr starke Teamleistung.“
Giants Maughmer (27), Gerhard (16), Kahl-Hansen (15), Michels (10), Fleute (7), Heinzmann (6), Kjartansson (6), Reichstadt (4), D. Koch (2), Schnelle.