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Deniz Undav rechnet nicht mit einer Nominierung für die kommenden beiden Fußball-Länderspiele. Der Stürmer erklärt seine Sicht auf die Dinge gewohnt launig.
Istanbul – Deniz Undav rechnet nicht damit, am Donnerstag von Bundestrainer Jürgen Klopp für die nächsten Länderspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nominiert zu werden. Signale habe er noch keine erhalten, sagte Undav nach dem 0:2 mit dem VfB Stuttgart in der Champions League bei Galatasaray Istanbul. Auf die Frage, wie groß seine Hoffnung sei, antwortete er: „Gar nicht.“
Danach gefragt, wie er seine knappe Einschätzung begründe, ergänzte er gewohnt launig: „Was soll ich sagen? Ohne Tore schwer dabei zu sein, oder?“ Der 30 Jahre alte VfB-Kapitän wartet in der Bundesliga noch auf sein erstes Saisontor. In der Champions League beim 3:0 bei Slovan Bratislava und zuletzt im DFB-Pokal beim 1:0 in Paderborn traf er jeweils einmal.
Zum Saisonstart hatte es Debatten um Form und Fitness des Stürmers gegeben. In Klopps XXL-Aufgebot für die Länderspiele Ende September und Anfang Oktober war Undav nicht berufen worden. Für das DFB-Team erzielte er in 13 Partien neun Tore. Nachdem Klopp als Bundestrainer für seine ersten vier Länderspiele gleich 44 Spieler für zwei separate Kader berufen hatte, wird er dieses Mal deutlich weniger Spieler einladen.
Sein Aufgebot für die abschließenden Gruppenspiele der Nationalmannschaft in der Nations League in Serbien (13. November) und gegen die Niederlande (16. November) gibt Klopp am Donnerstag (5. November) bekannt. Die UEFA gibt vor, dass pro Partie 23 Akteure dem Spieltagskader angehören dürfen – drei Torhüter und 20 Feldspieler. Nominiert Klopp mehr Akteure, müssen die zusätzlichen Spieler auf die Tribüne. Für Donnerstag wird mit einem 26-Mann-Kader gerechnet.
Dass Undav einer der 26 Spieler sein wird, ist nicht nur wegen der derzeit fehlenden Tore eher unwahrscheinlich. Vom Profil passt der 30-Jährige nicht optimal ins Klopp-System. Stattdessen haben Younes Ebnoutalib, Jonathan Burkardt (beide Eintracht Frankfurt) und Kai Havertz (FC Arsenal) derzeit wohl die Nase vorn. Auch Niclas Füllkrug, der sich in Topform befindet, wird wohl nicht nominiert. (dwe und dpa)