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Der umjubelte Derbysieg gegen den TSV 1860 München könnte für die zweite Mannschaft des FC Bayern ein bitteres Nachspiel haben. Nach dem 4:2-Erfolg im Grünwalder Stadion droht den Münchnern eine empfindliche Strafe durch den Bayerischen Fußball-Verband (BFV). Grund dafür sind massive Pyrotechnik-Vorfälle im Gästeblock. Im schlimmsten Fall könnte Bayern II sogar ein Punktabzug drohen.
Sportlich verlief das Stadtderby für die Mannschaft von Trainer Dante erfolgreich. Die Bayern-Amateure setzten sich in einer intensiven Partie mit 4:2 gegen den Lokalrivalen durch. Allerdings wurde das Duell von mehreren Zwischenfällen überschattet.
Während Dante in der 59. Minute die Rote Karte sah, sorgten die mitgereisten Bayern-Anhänger mit dem wiederholten Abbrennen von Pyrotechnik für Ärger. Nun beschäftigt sich der Verband mit den Vorfällen.
Wie die BILD berichtet, ist es sehr wahrscheinlich, dass das laufende Verfahren gegen die Bayern-Amateure mit einem Punktabzug endet. Demnach könnte der BFV mindestens einen Zähler abziehen.
Auslöser waren mehrere Pyrotechnik-Aktionen der Bayern-Ultras während der zweiten Halbzeit.
Nach dem zwischenzeitlichen 3:2 in der 51. Minute wurden im Gästeblock zahlreiche Bengalos gezündet. Auch Raketen kamen zum Einsatz. Die Partie musste daraufhin für rund vier Minuten unterbrochen werden.
Anders als die Bayern-Anhänger verzichteten die Fans des TSV 1860 auf Pyrotechnik. Hintergrund ist offenbar die Sorge vor möglichen Punktabzügen im Aufstiegsrennen.
Der BFV hat die Vorfälle inzwischen aufgearbeitet und die entsprechenden Stadionberichte ausgewertet. Anschließend wurden die Vergehen durch den Verbandsanwalt angeklagt.
Die betroffenen Vereine haben jetzt die Möglichkeit, Stellung zu beziehen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.
Besonders problematisch für den FC Bayern ist die Vorgeschichte. Die zweite Mannschaft wurde in den vergangenen Monaten bereits mehrfach wegen Pyrotechnik-Vergehen ihrer Anhänger sanktioniert.
Im Mai 2025 verhängte der BFV nach einem Vorfall beim 1. FC Schweinfurt 05 eine Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro sowie einen Punktabzug.
Im Februar 2026 folgte nach Pyrotechnik beim Auswärtsspiel gegen Wacker Burghausen die nächste Strafe. Damals mussten die Münchner 26.000 Euro zahlen und verloren erneut einen Punkt.
Im Juli 2026 wurden wegen eines weiteren Vorfalls in Burghausen sogar zwei zusätzliche Zähler abgezogen. Hinzu kam eine Geldstrafe von 16.750 Euro.
Insgesamt haben die Bayern-Amateure damit bereits vier Punkte durch Pyrotechnik-Vergehen verloren.
Nach den BFV-Regularien kann eine Spielunterbrechung von mindestens fünf Minuten aufgrund von Pyrotechnik unmittelbar zu einem Punktabzug führen. Diese Grenze wurde beim Derby mit rund vier Minuten zwar nicht erreicht.
Allerdings könnten die wiederholten Vorfälle und die bisherigen Strafen bei der Bewertung eine entscheidende Rolle spielen.
Für Bayern II wäre ein erneuter Punktabzug besonders bitter. Ausgerechnet der prestigeträchtige Erfolg gegen den Stadtrivalen könnte dadurch zumindest teilweise entwertet werden.
Ob der Verband tatsächlich zu dieser drastischen Maßnahme greift, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Der 4:2-Derbysieg dürfte die Bayern-Amateure noch eine Weile beschäftigen.