Apex Scores Lite Apex Scores Lite flag
back Zurück
Erst Publikumsliebling auf Schalke, später beim BVB: Und ein kurioses Schnauzbart-Versprechen

Und ein kurioses Schnauzbart-Versprechen

Kult-Betreuer Charly Neumann (M.) mit Ulli Bittcher (l.).

Vor 48 Jahren machte ein Schalke-Liebling eine gewagte Ansage. Sein Versprechen wurde ihm zum Verhängnis.

Er ist einer der stillen Schalker Stars. Einer, der nach seiner aktiven Laufbahn nicht meinte, sich auf Schalke irgendwie einmischen zu müssen. Einer, der dann lieber den Golfschläger als große Reden schwang. Aber am 22. Oktober 1978, also genau heute vor 48 Jahren, stand Uli Bittcher dann doch im Mittelpunkt.

Die parallele zu Sofiane El-Faouzi

Wenn er mit dem Ball am Fuß übers Spielfeld lief, gab es im Parkstadion regelmäßig laute und lang gezogene „Uuuuli-Rufe“ – das Publikum half mit, wenn Uli Bittcher ähnlich wie in aktuellen Zeiten Soufiane El-Faouzi seine Kilometer abspulte. Der Mittelfeldspieler war einer der Publikumslieblinge in den späten 70er- und frühen 80er-Jahren.

Ein Laufwunder und ein Eigengewächs wie aus dem Fußball-Lehrbuch: Geboren in Gelsenkirchen, nach Jugendjahren bei der STV Horst der Wechsel in die Schalker Jugend, wo er unter Trainer Uli Maslo 1976 mit der A-Jugend Deutscher Meister wurde. Im gleichen Jahr feierte „Uuuuli“ Bittcher auch sein Profidebüt.

Mit unverwechselbarer Frisur und Schnauzbart wurde der Blondschopf zu einem der Schalker Leistungsträger. Und erlebte als solcher eine schwarze Schalker Serie mit: Die Blau-Weißen waren über ein Jahr lang ohne Auswärtssieg geblieben.

Klaus Fischer war Mitschuld daran, dass Uli Bittcher seinen Bart verlor.
Klaus Fischer war Mitschuld daran, dass Uli Bittcher seinen Bart verlor.

Dem bis dahin letzten im September 1977 (beim 1. FC Köln) folgten keine weiteren Erfolge in der Fremde, obwohl im Sommer 1978 Trainer-Legende Ivica Horvat wieder nach Schalke zurückgekehrt war.

Die Wette um den Bart

Uli Bittcher, B-Nationalmannschafts- und Olympiaauswahlspieler, wurde diese schwarze Serie der Königsblauen irgendwann zu bunt. Vor dem Spiel bei Darmstadt 98 am 21. Oktober 1978 ließ sich Bittcher zu einem gewagten Versprechen hinreißen. Wenn Schalke endlich mal wieder ein Auswärtsspiel gewinnen würde, würde er sich von seinem Bart trennen – der so etwas wie sein Markenzeichen war.

Ob Bittcher sich und die Kollegen damit besonders motivieren wollte oder ob er die Gefahr, dass der Bart wirklich abrasiert werden müsse, unterschätzt hatte, sei mal dahingestellt. Fakt ist: Schalke zeigte zwar wieder keine berauschende Leistung und musste nach dem Darmstädter Ausgleich zum 1:1 (Klaus Fischer hatte Schalke in Führung gebracht) sogar noch um den einen Punkt bangen, aber dann traf der eingewechselte Herbert Demange zum 2:1-Siegtreffer für Schalke.

Bart kam wenig später wieder

Aus der Nummer kam Uli Bittcher nun nicht mehr raus: Einen Tag später, am 22. Oktober 1978, ließ er sich den Bart abrasieren.

1983, da wieder mit Bart, wechselte Uli Bittcher für die damals stattliche Ablösesumme in Höhe von 700.000 Euro zum BVB. Auch dort lieferte Bittcher, der nach seiner Karriere eine eigene Bäder- und Massagepraxis in Essen leitete, gewohnt zuverlässig ab.

Bis 1986, als das Verletzungspech zuschlug. Bittcher musste am Knie operiert werden, 14 Tage nach seinem Comeback riss er sich im Training die Quadrizepssehne und musste seine Karriere beenden. Aber das ist wieder ein ganz anderer Stichtag.

Könnte Ihnen gefallen

Schalke-Fan verschenkt seine Dauerkarten – um anderen Hoffnung zu geben

ikz-online.de vor 4 Stunden

Schalke-Aufstellung gegen Köln: Miron Muslic wechselt in der Startelf

RUHR24 vor 3 Stunden

FC-Sicherheitskonzept gegen Schalke auf dem Prüfstand

radiokoeln.de vor 3 Stunden

Ehemaliger S04-Stürmer Uth rechnet mit Abstiegsnacht 2021 ab: Und kritisiert Schalke deutlich

dorstenerzeitung.de vor 13 Stunden

Muslic warnt vor Kölns Wucht und verkündet Hiobsbotschaft: Ganze Pressekonferenz im Video

dorstenerzeitung.de vor 3 Stunden